Projekt Single Working Mom

Sicherlich ist Euch nicht verborgen geblieben, dass ich am vergangenden Mittwoch keinen neuen Blogpost veröffentlicht habe. Der Grund dafür war, dass ich für fast eine Woche ein wenig ungeplant alleine mit unserem kleinen Räuber war und der Papa sehr spontan eine Reise antreten musste.

Angefangen hatte das Projekt damit, dass wir unsere Tagesmutter und meinen Chef für dieses Experiment mit ins Boot geholt haben, da ich natürlich bei der Arbeit nicht gänzlich fehlen konnte. Ohne ihre Unterstützung hätte dieses Projekt niemals starten können.

Den ersten Tag hatte ich mir frei genommen, damit der Papa zum Flughafen gebracht werden konnte und ich im Anschluss mit unserem Sohn einkaufen gehen konnte. Unser Kleiner ist inzwischen ein kleiner Vollprofi in Sachen einkaufen geworden, solange die Kasse mit all diesem Klimbim nicht erreicht wird. Ein Spaziergang noch und dann war bereits der erste Tag gelaufen. Aber natürlich stand noch für mich der Haushalt und die Abendroutine an. Gegen 21:30 h sass ich über meinem Wochenplan und mir sind bereits die Augen beinahe zugefallen. Es war eindeutig Bettzeit angesagt.

Am nächsten Morgen starteten wir um 6:30 h. Der kleine Räuber bekam seine obligatorische Flasche und dann wurde er gewaschen und angezogen. Während er im Laufstall friedlich spielte konnte ich mich schnell fertig machen und mir wenigstens das Frühstück parat machen. Wozu ich aber aufgrund der vorangegangenen Zeit gar nicht mehr kam, da es bereits Zeit war, den kleinen Mann zur Tagesmutter zu bringen. Nachdem dies erledigt war, bin ich dann erst zum Frühstücken gekommen und mit einer 30-minütigen Verspätung bei der Arbeit eingetroffen. Nach getaner Arbeit habe ich meinen Sohn wieder bei der Tagesmutter abgeholt und gleich im Anschluss einen kleinen Spaziergang gemacht, um uns beide ein wenig auf den Abend einzustimmen. Zuhause angekommen wurde der Kleine bereits wieder bettfertig gemacht und wir haben noch einmal ausgiebig gespielt. Abendbrei und dann war bereits wieder Bettzeit für mein kleines gähnendes Wesen angesagt. Für mich stand noch der Haushalt und das Mittagessen kochen für die nächsten zwei Tage an. Nach getaner Abendroutine hatte ich noch kurz genug Energie, um meine E-Mails zu prüfen und an diesem Blogpost zu arbeiten. Und schon war der Tag auch wieder für mich vorbei.

5:00 Uhr began unser nächster Tag. Die Morgenroutine lief dieses Mal bereits viel besser und wir waren wieder IN TIME bei der Tagesmutter und ich am Schluss auch bei der Arbeit. Nach der Arbeit bin ich wie gestern seit längerem wieder ohne Stau nach Hause gekommen und habe gleich im Anschluss meinen Kleinen abgeholt. Unser Abendroutine began wieder mit unserem kleinen Spaziergang. Ich hatte bereits am Tag zuvor festgestellt, dass dieser kleine Spaziergang mir sehr dabei geholfen hatte mich nach einem stressigen Arbeitstag komplett auf den Kleinen einzustellen. Im Anschluss vom Spaziergang haben wir noch einmal intensiv mit den Bauklötzchen gespielt. Kein Türmchen von Mama ist dabei stehen geblieben. Wir haben gemeinsam Musik gehört, geschmust und ein Buch angschaut. Ja man kann sagen, wir hatten eine sehr gute gemeinsame Zeit. 17:30 h wurde der Räuber bettfertig gemacht, hatte seinen Brei verspeist und nachdem wir die Zahnpflege abgeschlossen hatten, rieb mein Sohn sich wie jeden Abend die Augen. Das Zeichen für “Mama ich muss ins Bett!”. Bei mir stand dann wie gewohnt die Abendroutine auf dem Plan, die sich bereits in den letzten beiden Tagen voll ausgezahlt hatte, und ein wenig Entspannung. Und da der nächste Tag bestimmt kommen würde, bin ich wie jeden Abend früh ins Bett gegangen.

Freitag verlief genauso gut wie der Vortag und die Routinen morgens und abends, die ich etabliert hatte, hatten sich völlig ausgezahlt. Alles lief wie am Schnürchen.

Das Wochenende haben wir mit einkaufen bei IKEA gestartet. Wir haben beide ein zweites Frühstück einlegen können und haben im Anschluss den Einkaufswagen gefüllt. Alles hatte sehr gut geklappt und wir sind am Ende entspannt daheim angekommen. Nach dem Mittagessen haben wir einen ausgedehnten Spaziergang gemacht und am späten Nachmittag den Sonnenuntergang beobachtet. Nach einem ausgedehnten Spiel mit dem neuen Plüschtier, was mein Kurzer bei IKEA mit abgestaubt hatte, stand ein schönes, warmes Bad an. Bettfertig hat er dann sehr gut einschlafen können und die ganze Nacht geschlafen.

Am Sonntag Morgen haben wir dann nach unserem obligatorischen Frühstück unseren Papa vom Flughafen abholen können. Und die Welt ist seit dem wieder in Ordnung.

Ich muss wirklich den Hut vor allen alleinerziehenden Elternteilen ziehen! Ihr leistet eine ganze Menge! Den finanziellen Druck, der für Alleinerziehende in der Schweiz, durch KITA- oder Tagesmutterkosten enstehen können, möchte ich mir dabei gar nicht ausmalen. Eine sicherlich nicht einfache Situation!

Ich bin am Ende froh, dass ich diese Erfahrung machen durfte, weil es mir gezeigt hat, dass ich durch feste Routinen solch eine Woche durchaus überstehen kann. Es ist nicht einfach, aber man kann es schaffen. Man muss viel planen und organisieren, dann klappt das.

Gerne möchte ich mehr über deine Erfahrungen zum Thema Alleinerziehende Elternteile in der Schweiz erfahren. Hinterlasse mir gerne einen Kommentar oder eine private Nachricht.

Habt einen guten Start in die neue Woche,

Eure Anita

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