Teufelsdreieck Work-Life Balance

Als arbeitende Mutter jongliere ich schon eine ganze Weile mit der Work-Life Balance. Wir alle sollen etwas für uns selber tuen – die berühmte “ME TIME”. Zeit für uns selber finden – Sport machen, einem Hobby nachgehen, mit einer guten Freundin mal etwas Essen gehen. Alles Dinge, die wir vor dem Abenteuer Baby für ganz selbstverständlich gehalten haben. Jetzt muss man diese Dinge organisieren und teilweise Wochen im Voraus planen.

Gleichzeitig wollen wir, dass die Kinder glücklich sind. Gerade für arbeitende Eltern eine grosse Herausforderung! Ich als arbeitende Mutter habe zudem ständig dieses Gefühl, dass ich viel zu wenig Zeit mit meinem Kind verbringe. Aber neben den den Kindern die glücklich sein sollen, ist ja auch der Partner, der Zeit zu recht einfordert.

Und oben drauf schleicht uns immer wieder das schlechte Gewissen, dass daheim nur ein semi-perfekter Haushalt anzutreffen ist.

Aber wie entkommt man bloss diesem Work-Life Balance Teufelsdreieck wieder?

Ich persönlich denke, dass es eine gesunde Mischung sein muss. Perfektionismus habe ich inzwischen abgeschrieben und für mich reicht auch die 80% Lösung. Mit unserem kleinen Räuber leidet die Ordnung Zuhause eben. Da sollte man auch mal fünfe gerade sein lassen, wenn das Spielzeug mal wieder auf dem gesamten Wohnzimmerteppich verstreut liegt und unangekündigter Besuch vor der Haustüre steht.

Und trotzdem sollte eine gewisse Grundordnung und -sauberkeit herrschen. Diese erreichen wir bei uns in unserem Haushalt nur, wenn jeder in unserem Haushalt alles wieder zurück an seinen Platz legt und regelmässig entrümplt wird. Den Haushalt selber teile ich mir gemeinsam mit meinem Ehemann in kleine Teilaufgaben über die gesamte Woche verteilt ein. Und das klappt meistens sehr gut.

Work-Life Balance hat meiner Meinung nach sehr viel mit Diziplin & Zeitmanagement zu tuen. Viele Dinge mache ich mittlerweile bereits am Abend vorher parat. Zum Beispiel packe ich die Wickeltasche für die Tagesmutter bereits am Abend vorher. Oder ich gehe bereits am Abend nach einer Runde Yoga duschen oder gönne mir ein Bad, so dass ich morgens schneller fertig bin, wenn ich arbeiten und den Kleinen zur Tagesmutter bringen muss. Ein anderes Beispiel ist, dass ich die Küche abends immer klar Schiff mache und morgens die Spülmaschine ausräume, damit sich nicht über den Tag hinweg das gesamte Geschirr im Spülbecken ansammelt.

Das Wochenende versuchen wir uns immer für Familienaktivitäten frei zu halten. Lediglich am Sonntagabend arbeite ich an meinem Schreibtisch. Die gesamte Post wird gesichtet, Rechnungen beglichen und die nächste Woche geplant. Dazu benutze ich eine Monats- und eine Wochenübersicht. Für meine TO DO-Liste habe ich mir angewöhnt nur 5 Punkte aufzuschreiben und grosse Projekte verteile ich über mehrere Wochen. Ich habe festgestellt, dass ich dadurch weniger gefrustet bin, wenn ich mich so organisiere. Falls ich mehr Zeit zur Verfügung habe, dann suche ich mir etwas kleines von den restlichen Tagen raus oder habe noch einmal zusätzlich “ME TIME” und geniesse einen Kaffee.

Wie kommst du aus dem Work-Life Balance Teufelskreis heraus? Womit kämpfst Du? Und was hilft Dir?

Merci und noch eine schöne Woche,

Eure Anita

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